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Unser Luther-Musical

Als der Kirchenvorstand 2016 sich beriet, was unsere Gemeinde wohl zum Reformationsjubiläum beisteuern könne und solle, boten sich externe Theatergruppen gegen Honorar an oder auch Wanderausstellungen. – Aber das passte alles irgendwie nicht. – Dann entschieden wir: Wir machen selber etwas! – Und das Ergebnis wurde Anfang September 2017 aufgeführt.

Wir entschieden uns für ein Musical, nicht zu schwer und doch aussagekräftig. Während der Arbeit merkten wir erst einmal, wie viele Details bedacht werden mussten!

Ein besonderes Erlebnis war es für mich zu beobachten, wie bereitwillig viele aus unserer Gemeinde mitmachten, sie probten, dachten mit, nähten, bastelten. Es wurde eine Flut von Kreativität freigelegt.

Das Musical entführte uns in das Jahr 1521, Luther wird als Junker Jörg auf der Wartburg versteckt, ihn schützt der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise, nicht weil er von Luthers Gedanken überzeugt ist, sondern weil er ihn nicht der Inquisition ausliefern will. – Vier Mädchen bemerken, dass mit diesem Mann etwas nicht stimmt. -  Es werden die Themen Schuld, Sündenvergebung, Ablass, und die frohe Botschaft in der deutschen Sprache angesprochen. Gerade für unsere Kinder und Jugendlichen eine Möglichkeit, diese Seite der Geschichte kennenzulernen.

Die beiden Aufführungen waren voll besetzt. Das Publikum war begeistert, die Aufführenden glücklich, so glücklich, dass sie überlegen, ob sie 2018 ein neues Musical einstudieren sollten.

Es war auch sehr schön, dass an diesem Tag das Paul-Gerhardt-Haus aus allen Nähten brach. Wir spürten Gemeinschaft, Freude ohne Neid, wie er ja leider bei künstlerischen Aufführungen so oft zu spüren ist.

Marianne Schaeffer

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